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Mit dem Floß »MOMENT« auf der Elbe

"Im Sommer 2019 will das Floß wieder starten"

Häufig gestellte Fragen

Ja, logisch: da gibt es einiges was dich interessieren könnte! Vielleicht findest du unten stehend schon die passende Antwort. Ansonsten schreib uns doch einfach via E-Mail oder auf Facebook was du noch wissen möchtest!

Wir, das sind ca. 30 Menschen verschiedenen Alters, Studierende und Arbeitende, die es sich zur Aufgabe gemacht haben im Sommer 2018 mit einem selbst gebauten Floß, der »MOMENT«, die Elbe herunter zu fahren. Wir haben ein wiederverwendbares und ressourcensparendes Floß gebaut und sind dabei, den Entstehungsprozess nachvollziehbar zu dokumentieren. Damit wollen wir enthaltsames, konsumkritisches und alternatives Reisen ausprobieren und gesellschaftliche sowie andere Grenzen überwinden.

Im Gegenteil! Schon der Bauprozess war viel ereignisreicher und aufregender, als wir es uns vorgestellt haben. Anfangs hatten wir noch Pläne, ein mehrstöckiges (Haus-)Boot zu bauen, als wir dann anfingen zu bauen haben wir viel über Holz, Werkzeuge und Statik gelernt. Vor allem aber mussten wir die Vorschriften des Wasserstraßenamtes einhalten.

Während und nach dem flößen auf der Elbe gibt es auch immer etwas zu tun: der*die Kapitän*in hat während der gesamten Fahrt einen 356° Blick auf die Elbe und muss bei Bedarf die anderen Crewmitglieder anweisen, Manöver zu fahren. Das können wir teilweise alleine machen, manchmal sind aber auch 4-5 Leute notwendig die koordiniert Ruder, Seile oder Handstaken bedienen müssen, damit das Manöver gelingt.

Wenn wir dann an Land gekommen sind ist das Essen meistens schon gekocht, es wird gemeinsam gegessen, gelesen, der Tag in der Runde ausgewertet.

Abenteuerlich - und absolut nicht langweilig!

Auszug aus der Laudatio zur Floßtaufe von Max MB Böttcher:

"[…] Deshalb der Name: »MOMENT«! […]"

→ Die ganze Rede vom 20.08.2018 lesen…

Wir haben 4 ca. 4 Meter lange Ruder aus jungen Baumstämmen mit denen wir vor allem die Lage des Floßes längs in der Fahrtrinne halten. Für den Notfall und Anlegemanöver haben wir einen generalüberholten 10PS Außenbordmotor.

Jede*r der Mitfahrenden hat soviel dazu gegeben, wie ihr*ihm möglich war. Darüber hinaus wurden wir von Freunden, Bekannten und anderen Befürwortern materiell, finanziell und moralisch unterstützt.

Gern könnt ihr unser Projekt auch weiterhin mit einer Spende an folgendes Konto unterstützen, die für Rücktransport, Instandsetzung, Lagerung benötigt werden:

Phil-Gordan Zameit
IBAN DE75 7602 6000 0617 3926 00
BIC NORSDE71XXX

Dann werden wir nass, wie es sich auf hoher See gehört. Wir haben Regenkleidung dabei und sind nicht aus Zucker.

Nein, aber ja. Wir haben vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Dresden eine Reihe Anforderungen gestellt bekommen, die unser Floß erfüllen musste, um abgenommen zu werden. Dazu gehören Regularien für Ausrüstung, Maße des Floßes, Größe der Besatzung, Manövrierbarkeit. Was zunächst wie zusäztlicher Aufwand wirkte, stellte sich aber nach und nach als wertvoller Hinweis heraus und wir sind dankbar für die nützlichen Gegenstände, die wir andernfalls nicht an Bord gehabt hätten. Die Fahrt ist nur in einem bestimmten Streckenabschnitt, in einem begrenzen Zeitraum genehmigt und wir müssen täglich über unsere Position berichten.

Außerdem muss mindestens eine Person mit einem Sportbootsführerschein Binnen an Bord sein, um das Kommando zu führen. Allerdings legen wir viel Wert auf eine möglichst flache Hierarchie und konsensuale Entscheidungsfindung in der ganzen Gruppe.

Wenn wir am Ziel angekommen sind, bringen wir das Floß mit einem Transporter/Anhänger wieder zurück. Bei Dresden wird es überwintern und für die nächste Reise vorbereitet, sodass andere Gruppen aufs Neue die Elbe und andere Flüsse damit erkunden können.